"Dank ecomundo habe ich meinen Wortschatz verbreitert. Ausserdem wusste ich früher nicht, dass der Zug weniger CO2 ausstösst als das Flugzeug."

Marja, Deutschlehrerin in Mazedonien.

Was ist ecomundo?

Die Förderung der Sprache und Bildung ist der zentrale Schwerpunkt der staatlichen Integrationsförderung des Bundes für die Jahre 2008 bis 2011. Die Umweltbildung ist zudem die nötige Voraussetzung für verantwortungsvolles Umweltverhalten. Das sind zwei grundlegende Feststellungen, die ecomundo als Basis dienen.

ecomundo bringt Umweltthemen den Migrantinnen und Migranten in der Schweiz näher. Im Rahmen von regulären Sprachkursen bei anerkannten Bildungsinstitutionen werden vier Module behandelt. Die Sensibilisierung und Bildung der Teilnehmenden erfolgt durch Theorie und Praxis über die Module Klimawandel verstehen, Energie sparen, umweltfreundliche Mobilität und Ressourcen schonen. Die Module bestehen jeweils aus vier Lektionen: In den zwei ersten Lektionen wird das Grundwissen vermittelt, in den folgenden zwei Lektionen liegt der Fokus auf dem Transfer des Erlernten in den Alltag der Modulteilnehmenden. Das Modul Mobilität umfasst zusätzlich einen Praxisteil zum öffentlichen Verkehr mit Stadtrundgang.

Die Auslöser

Umweltbezogene Themen sind in verschiedenen Herkunftsländern bloss ein Randthema, weil z.B. politische Konflikte oder ökonomische Fragen im Zentrum stehen.

Die Regelinformationsquellen wie z.B. der Abfallkalender, Broschüren von öffentlichen Transportunternehmen oder Elektrizitätswerken sind für viele Migrantinnen und Migranten nicht auf Anhieb in ihrer praktischen Bedeutung für den Alltag erkennbar.

Aus der Migrationsforschung ist bekannt, dass nicht nur Geld, sondern auch Wissen der Migrantinnen und Migranten in ihre Herkunftsländer zurückfliesst. Mittel- und langfristig ist deshalb von einem Transfer von Umweltwissen in die Herkunftsländer auszugehen.